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title: Wärmepumpen - Alles, was Sie darüber wissen müssen
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description: "Überlegen Sie, eine Wärmepumpe zu kaufen? Hier finden Sie einen Überblick zu Kosten, Einsatz im Altbau und möglichen Förderprogrammen (abhängig von Voraussetzungen und aktueller Förderlage)."
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date: 2024-02-12
modified: 2026-09-18
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# Wärmepumpen - Alles, was Sie darüber wissen müssen

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   Wärmepumpe – effizient geplant, erneuerbar betrieben
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Wenn Sie eine neue Heizung planen oder Ihre Heizung erneuern wollen, bietet Ihnen die Wärmepumpe viele Vorteile. Wärmepumpen können – passend ausgelegt und mit geeignetem Stromtarif – Heizkosten senken und den Einsatz fossiler Brennstoffe im Betrieb deutlich reduzieren. Je nach Voraussetzungen können Förderprogramme wie die „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ Ihre Investition zusätzlich entlasten – wir unterstützen Sie gern bei der Orientierung und Antragstellung.

### Ihre neue Wärmepumpe

In wenigen Schritten zu einem Heizsystem, das fossile Brennstoffe im Betrieb reduzieren kann.

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  ### Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe kann – passend geplant – ein leistungsfähiges Heizsystem sein und im Betrieb den Einsatz fossiler Brennstoffe reduzieren. Bei einer Wärmepumpe wird die natürliche Energie aus dem Grundwasser (Wasser-Wasser-Wärmepumpen), der Erde (Sole-Wasser-Wärmepumpen) oder der Luft (Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpen) in nutzbare Wärme für Heizung und Warmwasser umgewandelt. Wärmepumpen können – je nach Gebäude, Auslegung und Stromtarif – den Energiebedarf für Heizung senken und den Einsatz fossiler Brennstoffe im Betrieb verringern.

[Zum Erklärvideo](#c10768)

### Was gibt es für Wärmepumpen?

Moderne Wärmepumpen nutzen zur Energiegewinnung verschiedene Quellen: Luft, Boden, Wasser und Abwärme. Je nach den örtlichen Gegebenheiten und der benötigen Wärmemenge muss die richtige Wärmepumpe ausgewählt werden. Folgende grundsätzlichen Wärmepumpen-Systeme gibt es:

**Luft-Wasser-Wärmepumpe**
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine besonders platzsparende Wärmepumpe mit vergleichsweise geringen Anschaffungskosten. Diese Wärmepumpe nutzt die Wärme aus der Umgebungsluft für die Energiegewinnung. Ein Ventilator saugt die Umgebungsluft an und bringt sie zu einem eingebauten Luft-Wärmetauscher. Das darin enthaltene Kältemittel kommt mit der warmen Außenluft in Verbindung, erwärmt sich bis es schließlich zu verdampfen beginnt. Nach der Verdichtung und der anschließenden Verflüssigung kann die so gewonnene Wärme zum Heizen oder zur Warmwassergewinnung genutzt werden. Diese Wärmepumpen sind in vielen Gebäudesituationen installierbar – abhängig von Platz, Schallschutzanforderungen und der passenden Auslegung. Sie werden hauptsächlich in privaten Wohngebäuden, wie Einfamilien- oder Mehrfamilienhäusern eingesetzt, wo sie – je nach Auslegung und Gebäude – als alleiniges Heizsystem inklusive Warmwasserbereitung eingesetzt werden können. Dank moderner Technik können Wärmepumpen – je nach Gebäudezustand und passender Planung – auch in älteren Gebäuden eingesetzt werden.

**Sole-Wasser-Wärmepumpe**
Die Sole/Wasser-Wärmepumpe basiert auf einem einfachen Prinzip und kann – bei passender Auslegung und geeigneten Bedingungen – effizient arbeiten. Sie wird durch Strom angetrieben und kann – abhängig von Auslegung, Tarif und Gebäude – einen kosteneffizienten Wärme- und Warmwasserbetrieb unterstützen. Je nach Auslegung und Betriebsbedingungen kann eine Erdwärmepumpe mit 1 kWh Strom mehrere kWh Wärme für Heizung und Warmwasser bereitstellen. Denn ein großer Teil der benötigten Wärme stammt aus der im Erdreich gespeicherten Umweltwärme; für den Betrieb wird zusätzlich Strom benötigt. Auch im Sommer lässt sich die Technik der Sole/Wasser-Wärmepumpe nutzen, indem die niedrigen Temperaturen im Erdreich aktiv zum Kühlen der Wohnräume verwendet werden.

**Wasser-Wasser-Wärmepumpe**
Grundwasser ist ein guter Energiespeicher, der das ganze Jahr über konstante Temperaturen von über zehn Grad Celsius liefert. Das kann – bei passenden Rahmenbedingungen – zu einem über das Jahr hinweg hohen Wirkungsgrad der Wasser-Wasser-Wärmepumpe beitragen. Das Grundwasser wird aus einem Förderbrunnen zur Wärmepumpe geleitet. Diese entzieht dem Wasser Wärme, die anschließend zum Heizen und der Warmwasserbereitung verwendet werden. Ein entscheidender Aspekt bei der Planung einer solchen Wärmepumpe ist der Wasserschutz. Die zuständigen Behörden müssen für die Installation eine Genehmigung erteilen.

**Luft-Luft-Wärmepumpen (Abluft)**
Abluft-Wärmepumpen nutzen die thermische Energie, die die Raumluft durch Heizkörper und Flächenheizungen, aber auch durch Beleuchtung, elektrische Geräte oder Körperwärme aufnimmt. Durch ein System mit kontrollierter Wohnungslüftung, Wärmerückgewinnung und Abluft-Wärmepumpe lässt sich diese Energie wiederverwenden. Da die Abluft gegenüber der Außenluft nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht, muss die Leistung der Abluftwärmepumpe gut eingestellt werden. Sie planen ein System aus kontrollierter Wohnraumlüftung, Wärmerückgewinnung und Abluft-Wärmepumpe als einzige Heizquelle? Dann sollte ihr Haus einen hohen Effizienzstandard haben oder ein sogenanntes Niedrigenergie- oder Effizienzhaus sein.

### Welche Eigenschaften und möglichen Vorteile hat eine Wärmepumpe?

- Heizsystem, das im Betrieb fossile Brennstoffe reduzieren kann
- Kann energieeffizient arbeiten und wirtschaftlich sein
- In der Regel geringer Wartungsaufwand
- Je nach Voraussetzungen sind Fördermittel möglich
- Kann nicht nur heizen, sondern auch kühlen
- Erfüllt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
- Kann bei Nutzung von erneuerbarem Strom die CO2-Emissionen im Betrieb deutlich reduzieren

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### Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen entziehen dem Außenbereich Wärme und geben diese an das Haus in Form von Heizenergie ab. Kernprinzip jeder Wärmepumpe ist der Kältekreislauf. Die für diesen Prozess benötigte Energie ist geringer als die am Ende übertragene Wärmeenergie.
Unabhängig davon, ob Wasser, Erde oder Luft als Wärmequelle dient, lässt sich die Grundfunktionsweise, der Kältekreisprozess, aller Wärmepumpen in vier Phasen unterteilen:

**Verdampfung**: Ein Kältemittel zirkuliert in der Wärmepumpe und verdampft bei niedriger Temperatur und Druck, indem es Wärme aus einer Wärmequelle aufnimmt.

**Kompression**: Der Dampf wird dann von einem Kompressor angesaugt und verdichtet, wodurch seine Temperatur und sein Druck steigen.

**Kondensation**: Der heiße Dampf gibt seine Wärme an das Heizsystem oder Warmwasser des Hauses ab, indem er in einem Wärmeübertrager kondensiert. Dabei gibt er seine Energie ab und wird wieder flüssig.

**Expansion**: Durch ein Expansionsventil wird der Druck des flüssigen Kältemittels reduziert, wodurch es abkühlt und der Kreislauf von vorne beginnen kann.

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### Wärmepumpe im Altbau nachrüsten – geht das?

Der Einbau einer Wärmepumpe in einem Bestandsgebäude ist technisch gut machbar. Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob eine Wärmepumpe technisch passt, sondern wie sie passend integriert wird. Dank moderner Technologien und passender Systemlösungen können Wärmepumpen – bei geeigneten Voraussetzungen – auch im Altbau wirtschaftlich und effizient betrieben werden.

**Welche Wärmepumpe ist die richtige?**
Eine individuelle Planung durch uns als Fachbetrieb ist wichtig, um eine passende Lösung für Ihr Gebäude zu finden. Die Wahl des passenden Systems hängt von mehreren Faktoren ab:

- **Luft/Wasser-Wärmepumpe:** Häufig die erste Wahl, da sie flexibel einsetzbar und mit geringem baulichen Aufwand installierbar ist.
- **Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme):** Besonders effizient, erfordert jedoch Erdsondenbohrungen oder Flächenkollektoren.
- **Wasser/Wasser-Wärmepumpe:** Nutzt Grundwasser als Energiequelle, setzt aber eine behördliche Genehmigung voraus.

**Kann eine Wärmepumpe in Ihrem Altbau effizient arbeiten?**
Wir als Fachbetrieb können prüfen, ob Ihr bestehendes Heizsystem für eine Wärmepumpe geeignet ist oder welche Anpassungen sinnvoll sind. Damit eine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeiten kann, sollten folgende Bedingungen möglichst erfüllt sein:

- **Niedrige Vorlauftemperaturen:** Je niedriger die Vorlauftemperatur des Heizsystems, desto effizienter kann die Wärmepumpe arbeiten. Ideal sind Temperaturen von 30–40 °C.
- **Gute Wärmedämmung:** Eine verbesserte Dämmung kann den Wärmebedarf reduzieren und die Effizienz der Wärmepumpe steigern. Maßnahmen wie Fenster- und Türentausch, Fassadendämmung oder Dachisolierung sind dabei vorteilhaft.
- **Passende Heizflächen:** Fußboden- und Wandheizungen sind gut geeignet, aber auch moderne Heizkörper mit großer Oberfläche (z. B. Niedertemperatur-Heizkörper) können – je nach Auslegung – mit einer Wärmepumpe effizient betrieben werden.

Die Nachrüstung einer Wärmepumpe im Altbau ist technisch möglich und kann – je nach Gebäudezustand, Auslegung und Energiekosten – wirtschaftlich sinnvoll sein. Mit der richtigen Planung lässt sich eine Lösung finden, die – je nach Ausgangslage – dazu beitragen kann, den Energieverbrauch zu senken und den Einsatz fossiler Brennstoffe zu verringern. Lassen Sie sich individuell beraten – wir unterstützen Sie gerne.

### Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung – funktioniert das?

Ja! Viele Bestandsgebäude haben keine Fußbodenheizung, aber das ist kein Ausschlusskriterium für eine Wärmepumpe. Wichtig ist, dass die vorhandenen Heizkörper auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt sind.

- Bestehende Heizkörper können oft weiter genutzt werden, wenn sie ausreichend dimensioniert sind.
- Falls notwendig, lassen sich größere oder spezielle Niedertemperatur-Heizkörper nachrüsten.
- Wenn Heizkörper getauscht werden müssen, ist das meist deutlich günstiger als eine komplette Fußbodenheizung.
- Ein hydraulischer Abgleich kann dazu beitragen, das Heizsystem besser einzuregeln und die Effizienz der Wärmepumpe zu verbessern.

### Wie viel kann ich Sparpotenzial mit einer Wärmepumpe?

Wie viel Sie pro Jahr durch Ihre Wärmepumpe sparen, ist stark von der im Betrieb erreichten Jahresarbeitszahl und dem Verhältnis von Wärmepumpenstrompreis und dem Preis der alternativen fossilen Brennstoffe ab. Eine Erdwärmepumpenanlage mit hoher Jahresarbeitszahl kann – abhängig von Vergleichssystem, Energiepreisen und Gebäude – Energiekostenvorteile ermöglichen. Die Amortisationszeit einer Wärmepumpe hängt stark von Investitionskosten, Förderung, Energiepreisen und Verbrauch ab und sollte individuell berechnet werden.

### Wie kann ich die Wärmepumpe sinnvoll kombinieren?

**Wärmepumpe mit Solarthermie kombinieren**
Eine Anlage zur Solarthermie nutzt Sonnenenergie als Wärmequelle und erzeugt daraus Wärme für Ihr System. Diese Wärme kann dann zur Erwärmung von Gebrauchswasser verwendet werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, Solarthermie mit einer Wärmepumpe zu verbinden:
Erstens, die direkte Unterstützung: Hierbei wird die Sonnenenergie unmittelbar in das Heizsystem eingespeist. In Kombination können Solarthermieanlage und Wärmepumpe – passend ausgelegt – Wärme für Heizung und Warmwasser bereitstellen.
Zweitens, die indirekte Unterstützung: Bei dieser Methode wird die Solarwärme zur Wärmequelle der Wärmepumpe (z.B. Erdboden) hinzugefügt. Das erhöhte Temperaturniveau, das dadurch erreicht wird, kann – je nach Auslegung und Betrieb – den Stromverbrauch der Wärmepumpe senken helfen.

[Mehr zur Solarthermie](https://www.henkegmbh.de/ratgeber/solarwissen/solarthermiewissen/)

**Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren**
Wärmepumpe und Photovoltaikanlage können sich in der Praxis gut ergänzen. Die Photovoltaikanlage kann – je nach Eigenverbrauch und Tarif – Strom für die Wärmepumpe bereitstellen und so die Heizkosten senken helfen. Im Gegenzug kann die Wärmepumpe durch höheren Eigenverbrauch des Solarstroms die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage unterstützen – abhängig von Nutzung und Tarifmodell. Auch die Umwelt kann profitieren: Wenn Sie Solarstrom selbst erzeugen und nutzen, kann das – je nach Strommix – den Netzstrombezug reduzieren und so betriebliche Emissionen senken helfen.

[Mehr zu Photovoltaik](https://www.henkegmbh.de/ratgeber/solarwissen/photovoltaikwissen/)

**Wärmepumpe mit Gas-Brennwerttechnik kombinieren (Hybrid-Heizung)**
Durch die Kombination mit einem Gas-Brennwertgerät entsteht eine Hybrid-Heizung. Dieses System bietet viele Vorteile, da sich die Wärmeerzeuger ergänzen. Sollte die Leistung der Wärmepumpe nicht ausreichen, wird das Gas-Brennwertgerät zugeschaltet, sodass die beiden Wärmeerzeuger parallel arbeiten. Alternativ gibt es auch Systeme, bei denen nur jeweils die Wärmepumpe oder der Brennwertkessel für Wärme und warmes Wasser sorgen. Die Planung einer Hybridheizung erfordert Erfahrung, damit die Technik passend ausgelegt ist – wir beraten Sie gern umfassend!

[Mehr zur Gasheizung](https://www.henkegmbh.de/ratgeber/heizungswissen/gasheizung/)

### Wie viel kostet eine Wärmepumpe?

Wer mit einer modernen Wärmepumpe heizen will, sollte sich unbedingt vorher über etwaige Zuschüsse und Fördermöglichkeiten informieren. Oft können diese Anträge nur vor Beginn der Sa­nierungs­maß­nahmen beantragt werden. Wir unterstützen Sie bei der Prüfung der Fördermöglichkeiten und der Antragstellung – abhängig von aktueller Förderlage und Voraussetzungen.

[Zum Fördergeldservice](https://www.henkegmbh.de/ratgeber/foerdermittel/) [Einsparungen berechnen](https://www.henkegmbh.de/privatkunden/direkt-angebote/heizungsrechner/)

### Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?

Wärmepumpen dienen nicht nur der Heizung, sondern können auch für angenehme Kühlmomente im Sommer sorgen, sofern sie entsprechend dimensioniert sind. Durch die Umkehrung des Kältekreislaufs wird die Wärmepumpe in den warmen Monaten für Kühlzwecke genutzt. In Verbindung mit einer Fußbodenheizung kann die Raumtemperatur – abhängig von Auslegung und Bedingungen – spürbar abgesenkt werden. Durch die Verwendung von Gebläsekonvektoren kann eine Wärmepumpe – je nach System und Regelung – eine gezielte Temperierung der Räume unterstützen. Die Kühlung kann je nach Umweltwärme und Leistung der Wärmepumpe aktiv oder passiv erfolgen. Es ist jedoch wesentlich zu beachten, dass die Kühlkapazität einer Wärmepumpe nicht mit der herkömmlichen Klimaanlage vergleichbar ist.

  **Bitte beachten Sie:** Da gesetzliche Regelungen Änderungen unterliegen können, bieten die angegebenen Zahlen keine Gewährleistung, und es können daraus keine Ansprüche abgeleitet werden.

 Was ist eine Wärmepumpe?
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